Rückblick
Die Sopranistin Charlotte Langner und der Pianist Gustas Raudonius haben in einer Liedmatinee der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf am Sonntag, dem 12. Juli 2026 den Liederzyklus "Sklaverei ertrag ich nicht" mit vier frühen Gedichten von Ingeborg Bachmann uraufgeführt.
Thomas Blomenkamp schrieb diese Lieder auf Anregung von Charlotte Langner zum hundertsten Geburtsjahr von Ingeborg Bachmann.
Zwei Pressestimmen zur Uraufführung von „In Little Stars“
„Gefeierte Uraufführung der Philharmoniker
Hoher Besuch: Am Pult der Philharmoniker stand mit Sylvain Cambreling eine Dirigenten-Legende und leitete eine Weltpremiere
...Für den Gesangszyklus „In Little Stars“ hat Blomenkamp drei Monologe berühmter Frauenfiguren Shakespeares aus „König Lear“, „Macbeth“ und „Romeo und Julia“ vertont.
Der Komponist schreibt eine Musik, die von vielen tonalen Elementen durchzogen ist und den Hörer immer emotional anspricht. Der Cordelia - Monolog wechselt zwischen Idyll und Verzweiflung, wobei Blomenkamp auch expressive Tonsprünge nicht scheut.
Das Stück ist der Sopranistin Siobhan Stagg auf die wohlklingenden Stimmbänder komponiert. Stagg singt diese Gesänge nicht bloß souverän, sondern sie fühlt sich so intensiv in die Figuren ein, dass sie den Inhalt auch noch mit Gesten unterstreicht. Die Szene der Lady Macbeth ist düster und verschlagen, die finale Julia-Arie ein verspielt-verliebter Nachtgesang. Die Besetzung mit 37 Musikern könnte dieses Werk auch für kleinere Orchester interessant machen. Besonders, weil Blomenkamp viele schöne und originelle Soli schreibt. Dirigent Sylvain Cambreling gelingt bei dieser Uraufführung das Kunststück, dass dieses Werk nicht nur mit musikalischer Sorgfalt aus der Taufe gehoben wird, sondern dass die Duisburger Philharmoniker sehr feinfühlig die Gefühlslage der drei Frauenfiguren ausloten. Das Publikum spendet dem Komponisten Blomenkamp herzlichen Beifall, so dass man sich nach dieser gelungenen Premiere wünscht, dass er wenigstens um eine der Szenen herum eine ganze Oper komponieren würde...“
(Westdeutsche Allgemeine und Neue Rhein/Ruhr Zeitung 14.11. 2025)
„Philharmonisches Konzert: Shakespeare dramatisch gesungen
...Da treten nun also drei ebenso zarte wie starke Frauengestalten aus dem Theatertext hinein in den Orchesterklang: Cordelia, die sanfte und loyale Tochter aus „König Lear“, Lady Macbeth, Sinnbild skrupelloser Machtgier, und Julia, die jugendliche Liebende aus „Romeo und Julia“. Die ariosen Monologe voller Menschlichkeit, Zerrissenheit und zeitloser Aktualität gehen nahtlos ineinander über, verbunden durch instrumentale Zwischenspiele, die sowohl der Solistin als auch dem Publikum Zeit geben sollen, sich auf die neue Figur einzustellen. Gesetzt ist das betont durchsichtig...Bei den Holzbläsern sind mit Englischhorn, Bassklarinette und Kontrafagott zudem eher tiefe Instrumente dabei – zum einen um düstere Klangfarben zu erzeugen, zum anderen um die hohe Singstimme nicht in gleicher Lage zu überdecken. Das Werk erscheint grundsätzlich lyrisch, oft aber auch dramatisch wie in der Oper, gelegentlich mit pointierten Spitzentönen an der Grenze zum Schrei, immer der alleskönnenden Siobhan Stagg auf den Leib geschrieben...“
(Rheinische Post Duisburg, 14.11. 2025)
Geburtstagskonzert für Thomas Blomenkamp
Samstag, 13.09.2025 18:00
Düsseldorf, Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9
„Keine wie auch immer geartete Ideologie, keine Dogmen, keine festgezurrte Ästhetik.“ So beschreibt Thomas Blomenkamp seine kompositorische Arbeit. Jetzt feiert der Düsseldorfer Komponist, dessen Vorlass zu Lebzeiten im Heinrich-Heine-Institut aufbewahrt wird, seinen 70. Geburtstag.
Das vielfach ausgezeichnete Morgenstern Trio feiert den Komponisten mit einem Konzert, auf dessen Programm neben Kompositionen von Robert Schumann (sein letztes, 1851 in Düsseldorf komponiertes Klaviertrio g-Moll op. 110) und Gustav Holst („Mars“) auch zwei Klaviertrios von Blomenkamp stehen:
„Les Paysages de Mars“ - Torso für Klaviertrio (2022, Uraufführung 2023 in der Elbphilharmonie Hamburg)
und „Prelude, Prestissimo, Pavane und Precipitato“ (2019, Uraufführung 2020 in der Philharmonie – Mercatorhalle Duisburg).
Ausführende:
Catherine Klipfel (Klavier)
Stefan Hempel (Violine)
Emanuel Wehse (Violoncello)
Für das ARUNDOSquintett und das Kölner Kammerorchester hat
Thomas Blomenkamp ein "Concerto grosso" für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott
und 20 Streicher geschrieben.
Die Uraufführung unter der Leitung von Christoph Poppen fand am
4. Mai 2025 in der Kölner Philharmonie statt.
In der neu aufgelegten Reihe "Musik im Gespräch" in der Zentralbibliothek Düsseldorf, KAP 1
(Konrad -Adenauer - Platz 1, am Hbf Düsseldorf) moderierte Thomas Blomenkamp in 2023/24/25/26
an zehn Abenden Gespräche mit Persönlichkeiten des Düsseldorfer Musiklebens:
- 24. Januar 2023: Dragos Manza (1. Konzertmeister der Düsseldorfer Symphoniker)
- 26. September 2023: Dr. Frederike Möller und Herbert H. Ludwig (Festivalleiterin und Intendant des "Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals")
- 28. November 2023: Prof. Manfred Trojahn (Komponist) anläßlich der Uraufführung seiner Oper "Septembersonate" in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf
- 26. März 2024: Oskar Gottlieb Blarr (Komponist, Organist und Kirchenmusiker) anläßlich seines 90. Geburtstages
- 24. September 2024: Silke Löhr (Dirigentin und Akademische Musikdirektorin an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf)
- 26. November 2024: Annette Reisinger (Violinistin des Minguet Quartetts und Konzertagentin)
- 27. Mai 2025: Vitali Alekseenok (Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein)
- 25. November 2025: Regine Müller (Kulturjournalistin und Autorin)
- 27. Januar 2026: Markus Belmann (Chorleiter, Kantor und Organist an der Düsseldorfer Maxkirche)
- 26. Mai 2026: Maja Plüddemann (Leiterin des am 6. Juni 2026 beginnenden Schumannfestes der Tonhalle Düsseldorf)
Das Morgenstern Trio hat Thomas Blomenkamp mit der Komposition eines zweiten Trios beauftragt.
"Les Paysages de Mars" - Torso für Klaviertrio wurde am 5. März 2023 in der Elbphilharmonie in Hamburg (Foto) uraufgeführt.
Weitere Aufführungen:
12. Mai 2023 in Leipzig, Gewandhaus
22. Mai 2023 in Bremen, Die Glocke
2. Juni 2023 in Lübeck, Kolosseum
13. Juni 2023 in Wuppertal, Historische Stadthalle
12. Januar 2024 in Neuss, Zeughaus
18. Februar 2025 in Heilbronn
28. Februar 2025 in Grünstadt/Rheinland-Pfalz
5. März 2025 in Kempen/Ndrh.
13. September 2025 in Düsseldorf, Palais Wittgenstein
Eine Pressestimme hierzu:
"Mars, der mythologische Kriegsgott, ist aktuell auf bestürzende Weise gegenwärtig.
Bei Blomenkamp tobt er zirka elf Minuten in rotglühendem Furor, dabei zwischenzeitlich
erschöpft und dann ungemein lyrisch und achtsam, über die Bühne.
Ein Stück, das Stringenz und Struktur aufweist, in Teilen bis an die Schmerzgrenzen hart und
brutal taktiert, sich dabei mit überbordenden bizarren Figural-Tiraden in aberwitzigen Tempi
geradezu überschlägt...um letztlich still und gefasst auszuklingen. Endlich Frieden?"
(Rheinpfalz, 3.3. 2025)
Das ARUNDOSquintett hat neben György Ligetis "Sechs Bagatellen" und Manfred Trojahns "Sonata III" auch Thomas Blomenkamps "Sept Desserts Rythmiques" für eine CD aufgenommen, die am 6. Mai 2022 erschienen ist.
Gleich zweimal widmete sich der Deutschlandfunk dem ARUNDOSquintett:
mit einem Portrait des Ensembles am 20. Juni 2022 ab 21:30 in der Sendung
„Einstand“ (Deutschlandfunk Kultur)
und mit einer Rezension seiner Debut CD "Origin" am 10. Juli 2022 ab 9:10 in der Sendung „Die neue Platte“ (Deutschlandfunk)
Folgende Videoaufnahmen sind auf dem YOUTUBE-Kanal von Thomas Blomenkamp zu sehen:
Broken Sounds für Orgel (1988)
mit Andreas Cavelius, Orgel
Der Sonnengesang des Franziskus von Assisi für Sopran und Orgel (2012)
mit Inga Schäfer, Sopran und Ute Gremmel-Geuchen, Orgel
Da pacem – Metamorphosen des Lutherliedes „Verleih uns Frieden“ für Orgel (2017)
mit Ute Gremmel-Geuchen, Orgel
Preludio, Prestissimo, Pavane und Precipitato für Klaviertrio (2019)
mit dem Morgenstern Trio
Konzert in Düsseldorf, Robert-Schumann-Saal, 23.10. 2021
Weitere Videoaufnahmen finden sich unter dem Register "Musik sehen (Video)"